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Vinyl – ein Bodenbelag für alle Fälle

Vinyl Bodenbeläge sind gerade total im Trend. Die Frage nach dem Warum liegt, wenn man die vielen Vorteile kennt, auf der Hand. Er ist pflegeleicht, robust und dank authentischer Optiken ist für jeden Geschmack etwas dabei. Natürlich bietet Vinyl-Boden noch viele weitere Vorteile, die wir in folgendem Blogpost näher beleuchten wollen. Außerdem verraten wir Ihnen, wie Sie Ihren Vinyl-Boden richtig reinigen und wie Sie Ihren Bodenbelag verlegen sollten, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

 

  • Arten des Vinyls
  • Alle Vorteile und Nachteile von Vinylboden auf einen Blick
  • Vielseitige Verlegearten machen Vinylboden zu einem Multitalent
  • Vinylboden pflegen ist ganz einfach

 

 

Arten des Vinyls


Vinylboden-Vorteile-und-NachteileVinylböden sind, wenn man es so sagen kann, relativ neue Player auf dem Markt der Bodenbeläge. Auf den häufig darin enthaltenen Stoff PVC sind wir im Beitrag zum Thema PVC-Böden schon eingegangen. Dieser wurde im 19. Jahrhundert entdeckt und findet im PVC-Boden bereits sehr lange Verwendung. Vinyl hingegen bietet noch einmal andere Varianten und ist daher auch vom PVC-Boden abzugrenzen. Vinyl-Bodenbeläge gibt es als Vollvinyl zum Verkleben (dieses ist dem PVC-Boden noch am ähnlichsten), zum Klicken mit einem sogenannten Klicksystem sowie auf HDF-Träger. HDF-Träger kennen Sie vermutlich schon von Laminat oder Fertigparkett. Sie stabilisieren den Bodenbelag und sind ebenfalls häufig mit einer Klickverbindung ausgestattet, die die schwimmende Verlegung ermöglichen. Alle drei Arten des Vinyls haben Vor- und Nachteile und sind für unterschiedliche Einsatzbereiche einzusetzen. Sie alle haben aber eine Gemeinsamkeit: Realitätsnahe Dekore stehen ihren Vorbildern meist in (fast) nichts nach. Sie haben hierbei die freie Wahl zwischen Holzoptik, Steinoptik, Fliesenoptik oder diversen anderen, zum Teil außergewöhnlichen Optiken. Verbesserte und innovative Produktionsprozesse sorgen außerdem dafür, dass heute viele Hersteller nicht nur das Aussehen des jeweiligen Materials imitieren können, sondern zusätzlich naturgetreue Strukturen auf das Vinyl bringen. Somit ist der Boden nicht nur hübsch anzusehen, sondern vermittelt auch beim Anfassen oder beim Barfuß-Gang ein authentisches Gefühl. Als elastischer Bodenbelag ist Vinyl nicht nur gelenkschonend und fußwarm, sondern zudem leise. Er verbessert damit die Raumakustik und steigert das Wohlbefinden.

Natürlich hat auch Vinylboden einige wenige Nachteile, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen. Dazu gehört zunächst, dass der Untergrund für die Verlegung sehr penibel vorbereitet werden sollte. Wer an dieser Stelle Zeit und Mühen spart, wird sich hinterher ärgern. Warum genau das so ist, darauf werden wir im Abschnitt zur Verlegung noch genauer eingehen.Auch Familien mit Kindern und Haustieren müssen vor einem Vinylboden nicht zurückschrecken: Strenge Auflagen und regelmäßige Kontrollen der Produktionsprozesse von Vinylboden in der gesamten EU haben auch bei den Herstellern zu einem gesteigerten Bewusstsein für Gesundheit und Nachhaltigkeit geführt. So werden heute keine gesundheitsschädlichen Weichmacher oder Phthalate verwendet. Immer häufiger finden Sie auf dem Markt auch PVC-freie Designböden, die dem Vinyl im Aufbau sehr ähnlich sind. Dabei werden andere Polymere als im Vinyl- oder PVC-Boden verwendet, die noch umweltfreundlicher sind. Hinzu kommt, dass Vinylboden widerstandsfähiger ist als andere Bodenbeläge. Der Vinylboden wird hierzu abgeschliffen und anschließend mit einer speziellen Versiegelung bearbeitet. Vinylboden ist, egal ob Vollvinyl oder zum Klicken, im Vergleich zu anderen Bodenbelägen günstig und daher auch für den kleinen Geldbeutel bestens geeignet. Kein Wunder also, dass immer mehr Kunden unser Ladengeschäft besuchen und sich gezielt zum Thema Vinylboden beraten lassen.

Außerdem ist auch hierzulande leider immer noch minderwertiges Vinyl im Umlauf. Dieses wird nicht in der EU produziert, da es hier den strengen Auflagen nicht standhalten könnte. Trotzdem ist es natürlich aber über das Internet beziehbar. Vermeiden Sie den Kauf solcher Produkte; achten Sie dabei vor allem auf die CE-Kennzeichnung. Trotzdem lässt sich natürlich auch nicht leugnen, dass Vinyl ein synthetischer Stoff ist und das Raumklima nicht so gut reguliert wie ein Boden aus Naturstoffen (dies ist beispielsweise bei Parkett oder Korkboden der Fall).

 

 

 

 

Vielseitige Verlegearten machen Vinylboden zu einem Multitalent

Klick-Verbindung-VinylVollvinylböden mit Klickverbindung sind sehr beliebt. Das liegt auch daran, dass die Verlegung in der Regel von den Kunden selbst übernommen werden kann. Wie beim Laminat werden die Böden einfach ineinander geklickt. Dabei können Sie auf den Einsatz von Klebstoff verzichten – die Verlegung geht schnell von statten. Das Gleiche gilt für die Verlegung von Vinyl auf einer HDF-Platte. Auch diese sind mit einem Klicksystem versehen und können dementsprechend schnell verlegt werden. Bei der schwimmenden Verlegung ist zu beachten, dass je nach Ausstattung der Vinyl-Planke zusätzlich eine Trittschalldämmung sowie bei mineralischen Untergründen (Beton, Estrich) eine PE-Folie untergelegt wird. Die PE-Folie, auch Dampfbremse genannt, schützt den Boden vor Feuchtigkeit, die aus dem Untergrund aufsteigt. Auf die PE-Folie wird anschließend die Trittschalldämmung gelegt, darauf folgt der eigentliche Vinyl Boden. Einige Hersteller bieten Trittschalldämmungen mit integrierter PE-Folie an, sodass Sie auch hier auf den Kauf einer zusätzlichen PE-Folie verzichten können. Ähnlich verhält es sich mit HDF-Klick-Vinyl mit integriertem Kork-Rücken: Dort können Sie dementsprechend auf die Trittschalldämmung verzichten, sollten aber weiterhin zur PE-Folie greifen, um das Vinyl-Laminat vor Feuchtigkeit zu schützen.

Vinyl zum Klicken sowie Vinyl-Laminat (mit HDF-Platte) sind meist dicker als Vollvinyl zum Kleben und daher etwas leichter im Handling mit dem Untergrund. Dieser sollte natürlich trotzdem ebenerdig sein, verzeiht aber kleine Makel eher als dünnes Klebevinyl. 

Vinyl-mit-Klickverbindung

Wichtig ist dabei die Dicke bzw. Höhe der Vinyl-Platten. Klick-Vinylböden können sogar auf anderen Bodenbelägen verlegt werden (außer natürlich auf Teppichboden!). Dies funktioniert, wenn das Vinyl nicht mit dem Untergrund verklebt wird und der Boden darunter weiter „arbeiten“ kann. Dies ist vor allem bei Naturböden wie Parkett oder Korkboden wichtig. Daher ist von Klebevinyl auf natürlichen Unterböden abzuraten – ansonsten verzieht sich das Vinyl mit der Zeit. Ein Nachteil von Vinyl auf HDF-Träger ist allerdings die geringe Feuchtetoleranz; das Holz im Inneren der Diele kann durch Feuchtigkeit beschädigt werden. Für den Einsatz in Feuchträumen ist Vollvinyl zum Klicken zu empfehlen.

Vinyl zur Verklebung ist immer dann eine gute Lösung, wenn Sie das Vinyl in Feuchträumen verlegen wollen oder aber wenn Sie eine Fußbodenheizung besitzen. Klebevinyl ist dünner (meist zwischen 2 und 5 mm Höhe) als Vinyl-Laminat (ca. 10 mm Höhe) und kann daher die Wärme der Fußbodenheizung besser leiten. Ob Ihr Vinylboden für die Verlegung auf Fußbodenheizungen geeignet ist, entnehmen Sie bitte den technischen Angaben des jeweiligen Herstellers. Oftmals finden Sie die Angabe, dass die Fußbodenheizung nicht wärmer als 28° C sein darf, da der Boden sonst beschädigt werden könnte.

Bei der Verlegung im Bad sollten darauf achten, dass der verwendete Kleber wasserresistent ist. Gerade weil Vinyl zum Verkleben so dünn ist, ist es hier besonders wichtig, den Boden auszugleichen. Das Vinyl kann sowohl auf mineralischen als auch auf Fliesen verklebt werden. Aber hier gilt: Jede kleine Erhabenheit zeichnet sich durch den Boden. Fugen sollten daher angeglichen werden. Auch Estrich- oder Beton-Untergründe sollten vor der Verklebung grundiert werden, um Staubreste zu binden. Vinylboden zum Kleben eignet sich außerdem dann besonders, wenn der Boden in Räumen mit bodentiefen Fenstern verlegt werden soll. Durch die erhöhte Sonneneinstrahlung arbeitet der Boden. Die erhöhte Wärmeentwicklung ruft eine Reaktion im Vinyl hervor, wodurch sich dieses ausdehnt. Dies ist vor allem bei dunklen Vinylböden der Fall.

Achten Sie auch darauf, dass bei der Verlegung von Klickvinyl eine Dehnungsfuge von 5 mm einzuhalten ist. Damit hat der Boden die Möglichkeit, sich je nach Temperaturbedingung, die im Raum herrscht, entweder auszudehnen oder zusammenzuziehen.

 

Vinylboden pflegen ist ganz einfach

Vinylboden-pflegen

Vinylböden sind von Natur aus sehr strapazierfähig und nicht so empfindlich gegenüber Kratzern wie andere Bodenbeläge. Trotzdem gilt auch hier: die richtige Pflege sorgt für eine längere Haltbarkeit des Vinylbodens.

Für die regelmäßige Grundreinigung benötigen Sie lediglich einen handelsüblichen Staubsauger oder Besen. Bei der Reinigung mit dem Staubsauber sollten Sie zur Sicherheit einen Besenaufsatz verwenden, um Kratzer zu vermeiden. Mit diesen beiden Hilfsmitteln können grobe Verschmutzungen im Handumdrehen entfernt werden. Zusätzlich kann der Vinylboden mit einem Allzweckreiniger, der dem Putzwasser hinzugegeben wurde. Auch gibt es spezielle Reiniger für Vinylboden, die die Oberfläche schonen. Dadurch sieht der Vinylboden auch nach vielen Jahren noch aus wie neu.

Beachten Sie bei der Pflege Ihres Vinylbodens zusätzlich immer die Hinweise der jeweiligen Hersteller. So ist Ihnen ein langlebiger Vinylboden garantiert!Für gröbere Verschmutzungen eignen sich weiche Bürsten. Durch sanfte Bewegungen mit der Bürste wird so viel von der Verschmutzung abgetragen wie möglich. Anschließend kann mit einem Reinigungskonzentrat über den Fleck gegangen werden. Auch eine Vollpflege, die alle 2-3 Monate aufgetragen wird, bringt Ihren Vinylboden wieder zum Glänzen. In jedem Fall gilt, die Flecken rechtzeitig zu entfernen. Sind die Flecken einmal eingetrocknet, sind sie schwerer zu entfernen.

 

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